Die Generierung von neuem Wissen durch Forschung ist zum Teil ziemlich verrückt und seltsam. Zum Teil resultieren aus Forschungsvorhaben besonders unnütze oder skurrile wissenschaftliche Arbeiten. Wenn diese Studien eine Gemeinsamkeit haben, dann ist dass ihr Unterhaltungswert. Es ist ein Spaß zu lesen, was manche Wissenschaftler so abgeliefert haben.
Stud-Blog hat da ein paar beispielhafte Studien aufgestöbert:
1. Die Studie, die zeigt, wie man sein Gesicht verliert
Menschen, die lange Zeit zusammen leben, die entwickeln ähnliche Gesichtszüge. Ehepartner gleichen sich in ihrer Physiognomie immer stärker, je länger sie verheiratet sind. Dies liegt nicht nur daran, dass Menschen dazu neigen, Partner zu wählen, die ihnen sowieso schon ähnlich sind. Die Studie kann zeigen, dass Ehepaare im Laufe der Zeit tatsächlich ihre Gesichter konvergieren, ihre individuellen Gesichtszüge also verlieren.
Zajonc, R.B./Adelmann, P.K./Murphy, S.T./Niedenthal, P.M. (1987): Convergence in the physical appearance of spouses, in: Motivation and Emotion, 11(4)
2. Die Studie, die zeigt, dass Country-Musik tödlich ist
Wie wäre es mit einer Studie, die dem Zusammenhang zwischen der durchschnittlichen Sendezeit von Country-Musik und der städtischen Selbstmordrate nachgeht? Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass der Inhalt von Country-Musik die Selbstmordrate erhöht. Eine multiple Regressionsanalyse zeigt: Je länger die Sendezeit, desto höher die Selbstmordrate unter der weißen Bevölkerung in den US-Bundesstaaten. Das Modell erklärt 51% der Varianz (!) der städtischen Selbstmordrate.
Stack, S./Gundlach, J. (1992): The Effect of Country Music on Suicide, in: Social Forces, Vol. 71
3. Die Studie, die zeigt, dass Hühner auf schöne Menschen stehen
Tiere kann man so trainieren, dass sie ungefähr die selben Präferenzen für Gesichter zeigen wie Menschen. Die Studie von Ghirlanda/Jansson/Enquist kann dies zeigen. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass sexuelle Präferenzen aus den Strukturen und Eigenschaften von Nervensystem resultieren, nicht aber aus gesichtsspezifischen Eigenschaften.
Ghirlanda S./Jansson L./Enquist, M. (2002): Chickens prefer beautiful humans, in: Human Nature, Vol. 13.
4. Die Studie, die zeigt, wie man sein Praeputium am besten aus dem Reißverschluss befreit
In dieser Studie kann gezeigt werden, wie man die eingeklemmte Penisvorhaut schnell und einfach aus einem Reißverschluss befreit bekommt. Dieser innovative Ansatz spart Zeit und dürfen in fast allen Lebenslagen (!) durchführbar sein.
Mishra, C.S. (2006): Safe and Painless Manipulation of Penile Zipper Entrapment, in: Indian Pediatrics, Vol. 43
5. Die Studie, die zeigt, dass Sperma ein Antidepressivum ist
Diese Studie kann belegen, dass Prostaglandine, ein Bestandteil von humanem Sperma, glücklich macht und nützlich bei der Behandlung von Depressionen ist. Kurz: Sperma macht glücklich!
Gallup, G.G./Burch R.L./Platek S.M. (2002): Does Semen Have Antidepressant Properties?, in: Archives of Sexual Behavior, 31(3).
Schlagwörter:Spaß, Wissenschaft

UND WAS NUN?