Eine Wirkmenge aus Social-Media-/Sharing-Algorithmizität, Like-Button-Meinungssog, Filterbubbles, Shitstorm-Abwärtsspirale, Internet-Speak-Hyperbole, Stussfeeds, Clickbaitshitting verwandelt das Internet stetig in eine cthulhuian Bullshit-Machine of Doom.

Facebook und Co. haben uns genau das gebracht, ein neo-neues Netz, das Nutzer vom freien, friedlichen Web geradezu fernhält – und damit pharaminöse Summen verdienen. Die guten alten Blogs, sie sind meistens nicht an der dahinter liegenden Hatz um Klicks bedeiligt, machen nicht mit bei der Jagd nach der Weirdest Of Headlines. Trotzdem geraten sie immer mehr in Vergessenheit. Dabei sind sie es, die weiterhin maßgeblich für Vielfalt und Autonomie im Netz stehen. Sie sind es, die die Suche nach Wahrheit mit den Mitteln des Netzes wirklich verdichten, vernetzen und intensivieren.

Das expanding Online-Marketing-Bullshit-Universe inklusive Investoren aus netzfeindlichen Kultursphären, die dominierenden Plattformen, der 800-Pfund-Digital-Gorilla sozusagen, marginalisiert Blogs. Google, Facebook, Apple und auch Twitter fördern diesen Prozess durch aktive Sterbehilfe für RSS-Feeds, Websites, Browser und letztendlich sogar für den Hyperlink aka tragende Säule des Internets. Instant-Artikel und sog. Moments der geschlossenen Mega-Digital-Dienste machen, dass niemand mehr nach draußen – ins freie Netz – verlinkt werden muss.

Das Internet ist im Sinne der Erfinder eine Plattform von, für und mit Prosumern, ein Raum, in dem Milliarden Menschen Millionen dezentraler Webseiten besuchen. Dennoch zentralisiert sich das Internet: Die Newsfeeds geschlossener sozialer Netzwerke verdrängen Blogs und RSS, Whatsapp die E-Mail und das Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP). Insbesondere RSS als ein standardisiertes Format für Netzinhalte ist als Instrument einer sich universalisierenden Öffentlichkeit unerlässlich.

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