Fake it ‚till you make it – Wie man sich Genie erschleicht

Stud-Blog zeigt, warum es sich manchmal einfach lohnt, konsequent so zu tut, als ob…

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Natürlich ist an der Universität niemand so klug und belesen, wie er sich gibt. Nur in einer perfekten Welt absolvieren die genialsten Studierenden ihr Studium auch in Bestzeit. In Wirklichkeit ist es oft nur Scheinkompetenz, die ein Studium entscheidend voranbringt. Scheinkompetenz?

Besonders dann, wenn man sich etwas Neuem und Unbekanntem stellt, dabei genial sein will, ohne aber Erfahrung zu haben, ist es schwierig, Selbstvertrauen zu zeigen (Die Möglichkeiten der deutschen Grammatik können einen, wenn man sich darauf, was man ruhig, wenn man möchte, sollte, einlässt, überraschen). Schlimmer noch, die bloße Angst vor Versagen führt bei Studierenden, in der Art einer selbsterfüllenden Prophezeiung, tatsächlich zu schlechteren Noten. Überzeugungen haben eben einen großen Einfluss darauf, was aus einem Studium wird.

Funktionieren tut dieses Phänomen glücklicherweise auch andersherum: Ähnlich einem Placebo kann auch nur gespieltes Selbstvertrauen zu tatsächlichen Erfolgen führen. Im Amerikanischen sagt man dazu: Fake it ‚till you make it. Kurz, wenn du dein eigenes Genie als real definierst, ist es in seiner Konsequenzen real. Prätentiöse Anmaßung ist eine Strategie, sich jenseits der Grenzen seiner „Genieklasse“ bzw. Qualifikation zu bewegen und dadurch über sich selbst hinauszuwachsen.

Stud-Blog zeigt, warum es sich manchmal einfach lohnt, konsequent so zu tut, als ob…

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Experimente zeigen, dass es schon genügt, sich einzubilden, die richtigen Testantworten zu kennen, um tatsächlich besser abzuschneiden. In vielen Fällen ist die Vorstellung, unsere kognitiven Fähigkeiten seien begrenzt, selbst ein limitierender Faktor. Pure Einbildung reicht demnach, unsere kognitiven Grenzen zumindest teilweise zu erweitern.

2
Allein die richtige Kleidung hilft den Trägern schon dabei, seine geistige Leistung zu verbessern, zeigen Forschungsergebnisse (auch hier). Da wir formale Kleidung üblicherweise mit Kompetenz assoziieren, überträgt sich dieser Gedanke auf wundersame Weise auch auf unser eigenes Verhalten – wir absolvieren Tests in formaler Kleidung beispielsweise sorgfältiger.

3
Wer sich selbstbewusst gibt und proaktiv Ambitionen zeigt, überlebt die akademische Hackordnung unbeschadeter – auch wenn er keine Schimmer hat. Kompetenzunabhängige Attribute können Status bestimmen, zeigen entsprechende Untersuchungen. Wer energisch und ambitioniert wirkt, erscheint in Gruppensettings stets kompetenter als seine Kommilitonen.

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