Schlaflos auf dem Campus – Wie man einfach besser schläft

Schlaf, Studentlein, schlaf…

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Studierende zahlen einen hohen Preis für zu wenig Schlaf, wenn es um Studium und Forschung geht. Dennoch, auf dem Campus herrscht inzwischen eine kulturelle Voreingenommenheit gegenüber dem Schlafen, die Schlafen als „Nichtstun“ diffamiert.

Wenig Schlaf korreliert aber, das zeigen einige Studien, mit einem alarmierenden Rückgang an Produktivität und Kreativität. Schlafmangel drückt die Stimmung des Einzelnen, was wiederum zu einer unangenehmen und unfreundlichen Stimmung auf dem Campus sorgt.

Manche Studierende glauben, sie könnten mehr schaffen, indem sie einfach weniger schlafen. Dem ist aber nicht so. Die Lehre wäre effektiver und das Campusleben glücklicher, würden sich Studierende mehr Zeit dafür nehmen. Dennoch: Nur wenige Studierende sind bereit, mehr Zeit für das Schlafen bereitzuhalten.

Statt den Schlaf zu bekommen, den sie brauchen, greifen Studierende zu leistungssteigernden Mitteln, um die negativen Effekte ihres Schlafmangels zu beheben. Manche haben es inzwischen auch verlernt, wie man problemlos schläft. Stud-Blog will etwas dagegen unternehmen. Für diejenigen, denen das Schlafen bereits Schwierigkeiten bereitet, hat Stud-Blog ein paar effektive Tricks auf Lager.

Stud-Blog zeigt, wie man einfach besser schläft:

Just Sports!
Sport ist aber nur schlaffördernd, wenn man ihn am Morgen oder am Nachmittag treibt. Nachteilig wirkt sich nächtliches Treiben aus.

Ungestörtheit!
Unterbrechungen reduzieren den Restaurationswert des Schlafs. Eine mehrmalige Störung der Nachtruhe ist schädlicher als reiner Schlafmangel.

Stoppe die Coffeinzufuhr!
Coffein kann sich für ganze 48 Stunden im Körper halten, weshalb die Wirkung auch noch lange nach dem Konsum anhält. Daraus resultieren dann in einer erhöhten Schlaflatenz und in gestörtem Schlaf. Die aus dieser Schlaflosigkeit folgende Müdigkeit wiederum mit Coffein zu bekämpfen, führt in einen Teufelskreis.

Schlaf nur, wenn du auch schläfrig bist!
Klingt trivial, wird aber besonders dann missachtet, wenn Schlaf sehr wichtig ist. Man sollte nie in sein Bett gehen, bevor man nicht wirklich schläfrig ist. Bei Einschlafschwierigkeiten sollte man später ins Bett gehen. Und wenn man mal nicht einschlafen kann, dann sollte man den Schlaf nicht erzwingen. Am besten verlässt man das Bett, um zurückzukehren, wann man wirklich schläfrig ist.
 
Keep the Rythm!
Es wirkt sich positiv aus, wenn man jeden Morgen zur selben Zeit aufsteht. Dieses Regime sollte man auch dann strikt durchhalten, wenn man mal eine Nacht schlecht geschlafen hat. Wenn man immer zur selben Zeit schlafen geht, dann ist das ebenfalls günstig.

Lernen verboten!
In seinem Bett sollte man nur schlafen oder Geschlechtsverkehr haben. Alles andere sollte man an geeigneteren Orten erledigen. Im Bett lernen ist eine eher schlechte Idee.
 
Don´t drink and sleep!
Man sollte es vermeiden, Alkohol vor dem Schlafengehen zu konsumieren. Es beruhigt zwar, kann aber auch kurzfristig zu Schlaflosigkeit führen.

Schlafe in Zyklen!
Es kommt nicht darauf an, wie lange man schläft, sondern darauf, wie viele komplette Schlafzyklen man während des Schlafens durchlebt. Jeder Schlafzyklus dauert etwa 90 Minuten. Auf natürliche Weise (ohne Wecker) wacht man immer nach einem Vielfachen von 90 Minuten auf. Aus diesem Grund ist man nach einem Schlaf von 4 Stunden und 30 Minuten (drei Slafzyklen) wacher und fitter als eine Person, die nach ganzen 10 Stunden geweckt wird, ohne den letzten Zyklus beendet zu haben. Man sollte seinen Wecker danach programmieren (zum Beispiel hiermit).
 
Sei ein Schleckermaul!
Es gibt Lebensmittel, die den Schlaf fördern. Sie zu kennen und gezielt einzusetzen, kann den Schlaf erheblich verbessern. Dazu zählen Bananen (enthält Melatonin und Serotonin) Kamillentee, warme Milch (enthält Tryptophan), Honig (deaktiviert Orexin), Kartoffeln, Hafermehl (enthält Melatonin), Mandeln, Leinsamen (enthält Omega-3-Fettsäuren) sowie Truthuhnfleisch (enthällt Tryptophan).

Achtung Bildschirm!
Je weniger Zeit man vor einem Monitor verbringt, desto leichter fällt das Einschlafen. Das Flackern des Fernsehers oder Computer-Monitors stimuliert das Gehirn auf eine verheerende Weise. Die permanente Exposition gegenüber konstant hellem Licht, programmiert das Gehirn auf dauerhafte, aber falsche Wachsamkeit. Mit diesem kostenlosen Programm lässt sich die Helligkeit des Monitors automatisch der Tageszeit anpassen; vielleicht hilft es; für die Fernseheulen tut’s Saffron Drift.

Glaube dran!
Unabhängig davon, wie gut man tatsächlich geschlafen hat, allein der Glaube daran macht, dass man sich ausgeschlafener fühlt und das die kognitive Leistungfähigkeit steigt. Das Phänomen nennt sich Placebo-Schlaf.

Nutze den Mozart-Effekt!
45 Minuten klassische Musik vor dem Schlafengehen verbessert nachweislich die Schlafqualität.

Schlummerland ist abgebrannt!
Sobald man die Schlummer-Taste seines Weckers nutzt, initiiert das Gehirn den Beginn eines neuen Schlafzyklus. Aus dieser Phase dann erneut geweckt zu werden, erschwert das Aufstehen massiv.

Be cool!
Die optimale Temperatur liegt für diejenigen, die nackt schlafen, bei 30 bis 32°C; im Pyjamas reichen 16 bis 19°C.

Mehr Licht!
Das natürliche Hell-Dunkel-Muster ist eines der wichtigsten Umweltreize, die den circadianen Rhythmus beeinflussen. Also immer den Fensterplatz benutzen! Wer während das Tages viel natürlichem Licht ausgesetzt ist (immer den Fensterplatz benutzen!), der schläft besser und fühlt sich insgesamt vitaler.

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5 KOMMENTARE

    Kommentar
  1. 1
    Crazy hat diesen Kommentar 6. Oktober 2008 geschrieben| Permalink

    Scheiße, ich muss wohl mit dem Kaffee aufhören. Was ist eigentlich mit Sex? Zumindest bei mir wirkt das wie ein Narkotikum 🙂

  2. Kommentar
  3. 2
    Die Miri hat diesen Kommentar 7. Oktober 2008 geschrieben| Permalink

    Ja Sex bewirkt bei mir auch das Gleiche.

  4. Kommentar
  5. 3
    Crazy hat diesen Kommentar 7. Oktober 2008 geschrieben| Permalink

    Sex ist das schlaffördernde Mittel, dass am meisten Spaß macht 🙂

    Auch die Einleitung ist gut. Denn längst sind Studenten keine Langschläfer mehr. Die StudiVZ-Umfrage zeigt, dass Studenten durschnitlich um 7:38 Uhr aufstehen. Ganz im Gegenteil, mit all den negativen Folgen.

    Schön das darauf mal jemand aufmerksam macht.

  6. Kommentar
  7. 4
    Markus Kohler hat diesen Kommentar 5. Dezember 2014 geschrieben| Permalink

    DAnke für die tipps, vor allem die Sache mit dem Schlafzyklus finde ich interessant. Ich habe aber festgestellt, dass mich ein kurzes Nickerchen, von etwa 20 oder 30 Minuten sehr erfrischt und ich danach wieder mehrere Stunden frisch bin und arbeiten kann.

  8. Kommentar
  9. 5
    Jenny hat diesen Kommentar 18. März 2015 geschrieben| Permalink

    Ich hab echt alles probiert (und Sex hilft auch nicht immer…) und nach viel Nachforschung und ausprobieren rausgefunden, dass Runterkommen vor dem Schlafengehen am wichtigsten ist (und damit meine ich nicht vorm zu Bett gehen noch einmal einen durchzuziehen…). Meditation hilft wohl angeblich super, aber ich drehe nach 5 Minuten still sitzen total durch. Es gibt ein paar Apps mit denen ich es jetzt wenigstens geschafft habe mich mal auf den Atem zu konzentrieren (z.B. shleep für Apple, bei Android weiß ich es nicht…) und das funktioniert überraschend gut!

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