Heuer avanciert die Handynutzung regelrecht zum Anthropologikum – im Schnitt greifen wir 150 Mal am Tag zu diesen smarten Supercomputern im Taschenformat. Permanently online, permanently connected – das Smartphone verändern die Art und Weise, wie wir denken und lernen: Tatsächlich mehren sich wissenschaftliche Hinweise darauf, dass es unsere Fähigkeit zum analytischen Denken geradezu untergräbt. Auch steigt die individuelle Produktivität desjenigen um rund 26 Prozent, der auf ein Smartphone in unmittelbarer Nähe verzichtet.

Aber wie fernbleiben von etwas, dass mit Raffinesse Zwanghaftigkeit einfordert? Moderne Smartphones emulieren einarmige Banditen. Repetitives Klicken und Wischen, in der Hoffnung, das diese Beharrlichkeit zu irgendeinem dopaminstimulierenden Erfolg führt – so funktionieren auch klassische Schlitzmaschinen. Die Bedienung berührungsempfindlicher Screens lässt ferner ein unwiderstehliches Zartgefühl der Maschine gegenüber entstehen, so sinnlich wie das kraulen einer Mietze – man spricht von Katzentechnologie (…und Katzen gehen immer!).

Fern von jeglichem Neo-Luddismus, gibt Stud-Blog hier ein paar smarte Tricks für dumb people:

No Notifikation
Benachrichtigungen schaffen Druck, sofort auf PNs und E-Mails zu reagieren, wenn andere Leute es wollen, anstatt, wenn es angemessen wäre. Sie wecken dieses frenetische, zwanghafte Gefühl, ohne sie würde man etwas verpassen. Folglich ist das Abstellen oder Stummschalten dieser notifications der elementarste Schritt, um die “Intentionalität der Telefonnutzung” zurückzugewinnen.

Zurück zur PIN
Statt auf Apple-Touch-ID, Android-Sperrmuster und dergleichen zu setzten, empfiehlt es sich, eine lange und komplizierte PIN zum Entsperren zu verwenden. Je komplizierter das Entsperren, desto größer die Hürde, zum “Taschenretter” zu greifen.

Hello Monochromat!
Über den Entwicklermodus gibt es die Möglichkeit, Android seines Farbenrausches zu berauben. Auch das iPhone bietet diese Möglichkeit. Mit s/w mehr Kontrolle über das j/n der Smartphone-Nutzung.

Do Not Disturb
Smartphones bieten die Möglichkeit, sich zu bestimmten Zeiten, Tagen oder Ereignissen ruhigstellen zu lassen – eine harsche Absage an die “Anwesenheit des Abwesenden”. Von dieser Option sollte ausgiebig Gebrauch gemacht werden, insbesondere in der Vorlesungszeit.