Johann Wolfgang Goethe soll es gewesen sein, der den Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge dazu anregte, aus Kaffeebohnen das reine Coffein zu isolieren. Intelligenz und Coffein scheinen zusammen zu gehören. Gerade deshalb ist Coffein wohl das bedeutendste Dopingmittelchen auf dem Campus. Die Studierenden dieser Welt lieben Coffein.
Stud-Blog liefert vier wichtige Anmerkungen, wie man die positiven Effekte von Coffein maximiert:
- Klein aber fein!
Man sollte, möchte man den idealen Wirkungsgrad erreichen, höchstens 25 mg pro Stunde einnehmen. Zur Optimierung der kognitiven Funktionen, sollte man stündlich 0,3 mg pro kg Körpergewicht zuführen (also ca. 20 mg pro Stunde). Insgesamt sollte man wissen, dass Coffein dem Yerkes-Dodson-Gesetz folgt. Kleinere Teepausen am Tag sind also effektiver als ein Besuch im Café.
- Coffein macht schnell, nicht intelligent!
In vernünftiger Dosierung (siehe Punkt 1) hat Coffein stimulierende Wirkung auf die Psyche. Die Konzentrationsfähigkeit wird verbessert und Müdigkeitssymptome beseitigt, was Antrieb und Stimmung positiv beeinflusst. Coffein verbessert aber keine komplexeren kognitiven Funktionen. Koffein hat sehr wahrscheinlich keinen signifikanten Einfluss auf anspruchsvollere Aspekte der Leistung. Coffein beeinflusst scheinbar eher monotone, ermüdende Aufgaben positiv. Komplexe Lernaufgaben jedoch sehr wahrscheinlich nicht. So beeinflusst der Konsum von Coffein die Lesegeschwindigkeit positiv, nicht aber die Fehlerquote.
Sehr wahrscheinlich ist aber, dass Coffein den Abruf von Gedächtnisinhalte verbessert sowie die Geschwindigkeit des Zugriffs erhöht.
- Pimp your Coffein!
Coffein-Effekte werden von vielen anderen Substanzen beeinflusst. So ist die Wirkung von Coffein am intensivsten, wenn man es in Verbindung mit Zucker zu sich nimmt. Coffein-Glucose Cocktails bieten erhebliche Vorteile.
Substanzen im grünen und schwarzen Tee (L-Theanin (5-N-Ethyl-L-glutamin)) können die positiven Effekte von Coffein noch weiter steigern.
Auch der Kontext des Konsums spielt eine wichtige Rolle. Hat mein in der Vorbereitung auf einen Test Coffein konsumiert, dann sollte man darauf achten, auch dann Coffein zu konsumieren, wenn man diesen Test schreibt.
Rauchen sollte vermieden werden, weil Nikotin im Verdacht steht, den Wirkungsgrad von Coffein herabzusetzen.
- Nebenwirkungen!
Langfristige Einnahmen an Coffein stehen im Zusammenhang mit der Verringerung des Risikos für Typ 2-Diabetes.
Es gibt außerdem Hinweis darauf, dass regelmäßiger Konsum von Koffein zu einer Toleranz führt, bei der Koffein nicht mehr stimulierend wirkt. Prinzipiell sollte man also so selten wie möglich Coffein zu sich nehmen. Auch Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit usw. sind bekannt. Coffein ähnelt damit typischen Suchtmitteln. Sehr stark coffeinhaltige Energy Drinks können außerdem toxisch wirken. Weiterhin kann Coffein geil (1) machen, zumindest wenn man Coffein nicht gewohnt ist und weiblich ist.
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