Sehr viele Studierende sind nachtaktiv. Was ist dran am Lesen und Schreiben in der Dunkelheit? Warum sind so viele von uns temporale Spezialisten?
Stud-Blog klärt auf:
1. Ewiges Licht
Nicht das Sonnenlicht, sondern der konstant ultrahelle Bildschirm des Laptops reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus vieler Studierender. Dieses ewige Licht bedingt die verschobene circadiane Rhythmik der Studierenden. Vor dem Bildschirm ist es immer Tag.
2. Unstopable
Studierende beschäftigen sich mit komplexen Sachverhalten und abstrakten Systemen. Die Beschäftigung damit kann man meist nicht einfach unterbrechen. Man kann die vielschichtigen, teils vertrackten Gedankengänge nicht einfach nur zur Hälfte denken. Schon eine kurze Pause kann das Verständnis erschweren. Das konsequente zu Ende denken dauert dann eben oft einfach mal bis zum nächsten Morgen.
3. Isolator
Die Nacht ist ein absoluter Isolator. Wenn man an Zeiten lernt und schreibt, zu denen alle anderen schlafen, dann ist man von jeglicher Ablenkung befreit. Niemand wird anrufen, mailen oder vorbeikommen. Die Nacht ist störungsarm.
4. Matte Zellen
Man kann sich -paradoxerweise- besser konzentrieren, wenn der Geist ermüdet ist. Je weniger graue Zellen noch frisch sind, desto fokussierter die verbliebenen Denkzellen. Das ermüdete Gehirn hat dann nämlich keine Kapazitäten für unnötige Gedanken. Man ist nur noch dazu fähig, sich für eine einzige Sache zu interessieren. Deshalb lieben Studierende ihr ermattetes Gehirn; damit lässt sich einfach konzentrierter arbeiten. Diesen Effekt konnten Wissenschaftler eindrucksvoll nachweisen (hier): Studierende verstehen und lösen Probleme dann am kreativsten, wenn sie übermüdet sind.

1 Kommentar
Anonymous schreibt:
Dez 30, 2011
hab die ganze nacht lang stud-blog gelesen