Wahrscheinlich killt jeder Studierende mindestens einen ganzen Baum in seinem Universitätsleben. Die Papierproduktion verbraucht Holz, Wasser und Energie. Auch unabhängig von Umweltaspekten existieren Argumente, die gegen das Papier sprechen. Man denke nur an all den Platz, den Skripte und Papers verbrauchen. Auch die Suchdauer ist lang, denn noch gibt es keine Suchfunktion für Papierstapel? Das beginnende digitale Zeitalter verheißt da Abhilfe, es verheißt das papierlose Studierzimmer!
Stud-Blog möchte mit 8 Tipps anregen, dass Projekt papierloses Studierzimmer in Angriff zu nehmen:
1. Digitalisiere alles!
Man sollte so schnell wie möglich damit beginnen, Handouts und sonstigen Papierkram zu digitalisieren. Inzwischen braucht es dafür noch nicht mal mehr einen Scanner, die in fast jedem Handy eingebauten digitalen Kameras reichen vollkommen aus. Das Browserprogramm Free OCR oder das Programm JOCR ermöglichen anschließend die automatische Extraktion von Textinformation aus der Bilddatei, um diese mit Hilfe einer Textverarbeitung weiter bearbeiten zu können oder elektronisch durchsuchbar zu machen.
Die gescannten Texte liesen sich dann sogar in ein eigenes lokales Wiki-Hypertext-System integrieren, einer persönlichen Wikipedia zu studiumsrelevanten Inhalten sozusagen. Hierfür ist wikidPad gut geeignet. Nicht schlecht ist auch TiddlyWiki, eine einfache HTML-Datei mit allen gängigen Wiki-Funktionen.
Aber auch Wordpress, das System, auf dem Stud-Blog läuft, lässt sich leicht zur Verwaltung von Studieninhalten verwenden. Installiert man das System auf seinem Rechner, ist die Organisation, Pflege und Vernetzung von z.B. Vorlesungsskripten im Modus eines Weblogs auch netzunabhängig möglich. Hier die Anleitung.
Sehr empfehlenswert ist Evernote. Evernote erlaubt es, Textnotizen, Handy-Schnappschüsse, Web-Clips sowie sonstige Quellen zu speichern, zu ordnen und zu indexieren (sogar Text in Bildern wird erkannt). Evernote erfasst auch automatisch Meta-Informationen (Datums, Zeit usw.).
2. Verbessere deine Suche!
Man sollte sich ein leistungsfähiges Desktop-Suchprogramm einrichten. Empfehlenswert ist Google Desktop Search. So lassen sich alle Dokumente bequem durchsuchen.
3. Jeder Vortrag ohne Papier!
Die neue Handygeneration bietet inzwischen die Möglichkeit, digitale Dokumente verschiedenster Formate zu betrachten, warum also sein Vortragsskript nicht während des Referates vom Handy ablesen? Für ältere oder einfachere Handys ist der MobiPocket Reader und der MobiPocket Creator nützlich.
4. Nie mehr echte Haftzettel!
Überall diese Haftnotizen, alles überflüssige Papierverschwendung. Es gibt längst eine digitale Version dieser kleinen Zettels, nur aus reiner Software und ohne Rückseite mit Haft-Klebstoff-Streifen. Sie heißen Stickies.
5. Nie mehr echte Karteikarten!
CoboCards gibt einem die Möglichkeit, digitale Karteikarten zu erstellen und gemeinsam zu lernen. Wer die meiste Zeit auf Facebook verbringt, dem empfiehlt sich Flashcards.
6. Backup!
Das Absichern der digitalen Textdateien ist die Königsdisziplin des digitalen Zeitalters. Am besten bearbeitet man seine Dokumente gleich mit Google Docs oder Microsoft Office Live, um jeder Zeit bequem darauf zugreifen zu können. Services wie Box.net und Drop.io sind auch sehr hilfreich. Ansonsten tut es auch eine externe Festplatte, vor allem, weil vertrauliche Dateien niemals die eigene Festplatte verlassen sollten.
7. Konvertiere!
Um immer das passende Format parat zu haben, sollte man seine Daten passend konvertieren. Cometdocs oder DocsPal machen dies möglich.
8. Synchronisiere!
Arbeitet man mit digitalen Dokumenten, dann sollte man regelmäßig seine Daten abgleichen. Mit Microsoft SyncToy und SyncBack Freeware ist Synchronisation kinderleicht.


UND WAS NUN?