Nur 5 Leser! – Alles was man für eine gute Abschlussarbeit braucht

Viele Studenten sind vom Thema ihrer Abschlussarbeit hellauf begeistert. Aber kaum einer kennt wenigstens fünf Personen, die diese Arbeit auch bereitwillig lesen würden. Kaum ein Student fragt sich, wer für die Lektüre seiner Abschlussarbeit auch tatsächlich Lesezeit investieren würde. Wir von Stud-Blog meinen: Wer keine fünf Menschen findet, die die eigene Arbeit gerne lesen möchten, dessen Arbeit ist großer Bullshit. […]

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Viele Studenten sind vom Thema ihrer Abschlussarbeit hellauf begeistert. Aber kaum einer kennt wenigstens fünf Personen, die diese Arbeit auch bereitwillig lesen würden. Kaum ein Student fragt sich, wer für die Lektüre seiner Abschlussarbeit auch tatsächlich Lesezeit investieren würde.

Wir von Stud-Blog meinen: Wer keine fünf Menschen findet, die die eigene Arbeit gerne lesen möchten, dessen Arbeit ist großer Bullshit. Jeder Student muss sich verständlich machen, wenn er als Wissenschaftler gelten und als solcher wirksam sein will. Zwischen Forscher und Rezipient gibt es eine konditionale Verbindung. Jeder Student müsste wollen, dass seine Einsichten Aufmerksamkeit finden.

Jeder Student sollte auch außerhalb seiner Lehranstalt nach Lesern suchen und das Thema lese-fit machen. Was bleibt sind zahlreiche Ausreden – genau so viele potentielle Leser sollte man deshalb finden.

1. „Da ich meine eigene Zielleserschaft bin, weiß ich, was gut und interessant ist.
So beginnt die Idee, so entsteht der Funke der Inspiration. Man muss wissen, wo es sich zu forschen lohnt. Nun, es ist aber schwer, gute Wissenschaftler zu finden, die ausschließlich nur sich selbst als Zielgruppe hatten. Wissenschaft beruht darauf, keine festen Grenzen zu akzeptieren.

2.  „Es gibt Millionen von potentiellen Lesern, deshalb ist es mir egal, was nur fünf von ihnen denken. Ich muss nur anfangen zu schreiben und sie werden das Endprodukt lesen.“
Wenige wissenschaftliche Publikationen starten mit Millionen von potentiellen Lesern. Hybris ist kein guter Ratgeber, die Validierung der Leserschaft aber schon.

3. „Es ist ein kompliziertes Thema, die potentiellen Leser werden es nicht verstehen. 
Wenn das Konzept und Thema so esoterisch ist, dass man es nicht auf einer Studentenparty allgemeinverständlich beschreiben kann, sollte man erst gar nicht damit anfangen. Denn entweder ist es selbst für den Studenten zu kompliziert oder es wird sowieso nicht verstanden bzw. gelesen. Es ist essentiell, dass man auch außerhalb seiner Disziplin verstanden wird.

4.  „Ich bin ein schlechter Verkäufer, „Forschungsmarketing“ liegt mir nicht. Wenn ich es schreibe, wird man es vielleicht lesen.
Die Bibliotheken sind voller exzellenter Publikationen, die so gut wie nie gelesen werden. Macht es Sinn, eine Arbeit zu schreiben, die niemand liest? Eine rentable Publikation (möglichst viele Leser pro Schreibzeit) sollte das Ziel sein. Der Text wird sicher gut sein, es sind aber erst die Leser, die ihn zu einem Erfolg machen.

5. „Mein Professor denkt, es ist eine großartige Idee.
Selbst der Professor könnte das Problem sein. Er könnte veraltete Vorstellungen haben. Oder er ist gegen bestimmte Forschungsgegenstände und Methoden voreingenommen. Entscheidend ist vielmehr, ob jemand deine Forschungsarbeit lesen möchte. Solange Menschen deine Publikation lesen und zitieren, ist es egal, was „Experten“ sagen.

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2 KOMMENTARE

    Kommentar
  1. 1
    Hans hat diesen Kommentar 29. September 2010 geschrieben| Permalink

    Die meisten Studenten machen eh nur das, was denen die beste Note einbringt.

  2. Kommentar
  3. 2
    Anonymous hat diesen Kommentar 1. Oktober 2010 geschrieben| Permalink

    ist echt nicht leicht, leser zu finden, wenn es z.b. um quantenmechanik geht…

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