Eine gute Präsentation zielt darauf, Ideen angemessen und memorabel zu vermitteln. Nur die so vermittelten Ideen rechtfertigen die für das Referat aufgewendeten Zeiteinheiten und Ressourcen. Eine Präsentation kann deshalb ziemlich verschwenderisch sein. Es gibt vier Präsentationstypen mit jeweils unterschiedlichen Vortragsstilen, die wiederum unterschiedlich verschwenderisch sind.

Stud-Blog präsentiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die universitären Präsentationstypen. Zwischen dem Typ 1 und dem Typ 4: der größtmöglichen Verschwendung und dem effizientesten Vortragsstil, bewegen sich universitäre Präsentationsstile:

1. Der Was-ist-eine-Präsentation-Typ

Dieser Typ macht sich gar nicht erst die Mühe, irgendeine angemessene Art von Visualisierung zu gestalten oder ein Vortragsskript zu entwerfen. Im Prinzip besitzt er nur sein vortragstechnisch unbehandeltes Paper, dass er außerdem nur schlecht und wenig engagiert vorliest. Besser wäre es, hätte er sein Paper einfach per E-Mail rumgeschickt. Dann hätte man sich die ganze Peinlichkeit des eigentlichen Vortrags gespart. Fragen sind nicht erlaubt.

2. Der Romanator
Das ist der Typ, der lieber ein Buch hätte schreiben sollen. Ihm fehlt die Fähigkeit Inhalte wirklich kompakt zu verpacken und memorable zu machen, obwohl er sich um eine angemessene Visualisierung bemüht. Er kann das Nebensächliche nicht vom Wichtigen trennen, seine Powerpoint-Folien sehen aus wie Romanseiten. Er erschießt die Zuhörer quasi mit seinen „Bulletpoints“. Wenigstens sind es keine Dumm-Dumm-Geschosse. Fragen beantwortet er nach dem Vortrag.

3. Der Normalo
Dieser Typ ist das, was man am häufigsten sieht und hört. Powerpoint ja, mit wenigen Stichpunkten, ausreichend kompakt, aber zu wenig Aktion und Emotion. Fragen beantwortet er während des Vortrags. Zu normal, um noch einen weiteren Satz zu schreiben.

4. Der Peach-Kutcha-Typ
Dieser Typ ist live, direkt und voll interaktiv. Er benutzt Powerpoint, jedoch ohne Stichpunkte. Er verpackt alles in einprägsame Geschichten, emotionalisiert diese durch passende Bilder und/oder visualisiert diese mit angemessenen Grafiken. Unterhaltung und Information mixt er geschickt so, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht und das Wissen wächst. Die Zuhörer werden motiviert und von Beginn an einbezogen. Es ist weniger das obligatorische Nachfragen, es ist Mitgestalten, was er den Zuhörern anbietet.

Welcher Typ bist Du?