Studium des Überlebens – Wie man einen Amoklauf überlebt

Immer wieder kommt es auch an Universitäten zu Amokläufen. Beispiele hierfür sind etwa der Amoklauf an der Virginia Polytechnic Institute and State University (2007), bei dem 32 Menschen getötet und 29 verletzt wurden, der Amoklauf an der Northern Illinois University (2008), bei dem fünf Menschen getötet und 16 verletzt wurden, der Amoklauf an der Oikos-Universität […]

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Immer wieder kommt es auch an Universitäten zu Amokläufen. Beispiele hierfür sind etwa der Amoklauf an der Virginia Polytechnic Institute and State University (2007), bei dem 32 Menschen getötet und 29 verletzt wurden, der Amoklauf an der Northern Illinois University (2008), bei dem fünf Menschen getötet und 16 verletzt wurden, der Amoklauf an der Oikos-Universität (2012), bei dem sieben Menschen getötet und drei verletzt wurden oder der Amoklauf am Umpqua Community College (2015), bei dem 10 Menschen getötet und sieben verletzt worden.

Es ist sehr schwer nachvollziehbar, warum so etwas passiert. Die empirische Forschungslage zu Amoktaten ist insgesamt stark defizitär. Wenn man schon nicht viel über die Täter und ihre Beweggründe weiß, wie kann man wenigstens überleben, wenn es zu einer solchen Tat kommt?

Stud-Blog gibt ein paar Hinweise:

1. Erkennen
Es ist immer gut, seine Umgebung zu beobachten. Wie erkennt man aber einen Waffenträger? Es gibt verschiedene Fakten und Verhaltensauffälligkeiten, die einen Waffenträger auszeichnen.

Zu den Fakten: 80% aller Waffenträger tragen ihre Waffe in einer der vorderen Taschen oder im vorderen Hosenbund. Der Rest trägt sie in der rechten hinteren Tasche oder an der rechten Seite. Die linke Hosenbundseite ist weniger beliebt. Ein Halfter wird fast nie benutzt.

Wie aber kann man einen Menschen erkennen, der, wo auch immer, einen Amoklauf plant?

Campus Shooter besitzen sehr wahrscheinlich eines der folgenden drei Merkmale:

  • Männliches Geschlecht.
  • 30-40 Jahre alt.
  • Doktorant.
  • Exmatrikuliert.

Waffenträger zeigen normalerweise folgende Verhaltensauffälligkeiten:

  • Beim Laufen schwingt immer nur ein Arm.
  • Eine bei schlechtem Wetter geöffnete Jacke oder ein geöffneter Mantel, um schnell auf die Schusswaffe zugreifen zu können.
  • Besonders weite oder schwere Kleidung; ein nur oben zugeknöpftes, weites Hemd.
  • Das ständige Beobachten der eigenen Hüfte bzw. des Hosenbunds, um sich der Waffe zu vergewissern.
  • Übertriebenes Vermeiden von Augenkontakt.
  • Ungewöhnliche Ausbuchtungen in der Kleidung, die von einer Waffe stammen könnten.
  • Kurze, drehende Bewegungen etwa am Hosenbund, um eine verrutschte Waffe neu zu justieren.

2. Angriff
Sobald direkt oder indirekt ein Angriff stattfindet, muss man sofort Entscheidungen treffen. Hier eine kleine Hilfestellung:

  • In einem Büro oder Seminarraum sollte man sofort die Tür abschließen, das Licht löschen und sich auf den Boden legen. Man sollte versuchen sobald wie möglich die Polizei zu rufen und genau Auskunft über Adresse, Gebäude, Stockwerk, Raum und Telefonnummer (sofort stummschalten) geben.
  • Die Chancen, dass der Amok-Schütze trifft, sind äußerst gering. Selbst bei einem Treffer besteht nur eine 25-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass das Opfer davon stirbt. Nicht in Angststarre verfallen!
  • Bemerkt man einem bewaffneten Angriff, sollte man sofort die Todeszone verlassen. Amokläufer haben ein relativ enges Zeitfenster und können aufgrund von Hindernissen nur in einem begrenzten Bereich ihre Waffe abfeuern. Das heißt auch, dass der Attentäter seine Opfer nicht verfolgen wird, sobald sie die Todeszone verlassen haben.
  • Bei direktem Kontakt mit dem Amokläufer sollte man sofort Deckung suchen und sich auf den Boden werfen.
  • In der Schusslinie sollte man nicht aufrecht davonlaufen, sondern wegrollen oder –kriechen. Aufrechtes Laufen erhöht die Wahrscheinlichkeit von Splittern und Querschlägern getroffen zu werden.
  • Nahe am Boden sollte man schnell nach Gegenständen greifen, die man dann als Deckung nutzen kann.
  • Fällt eine Handgranate oder Sprengsatz in unmittelbare Nähe, sollte man sich sofort flach auf den Boden werfen sowie die Füße und Knie – mit den Sohlen auf die Granate gerichtet (!) – eng zusammenführen.

3. Geiselnahme
Im Moment der Geiselnahme sollte man Folgendes beachten:

  • Unbedingt Ruhe bewahren.
  • Schnelle und auffällige Bewegungen unterlassen.
  • Augenkontakt mit dem Amokläufer vermeiden, er könnte es als Provokation werten.
  • Höflich und kooperativ sein.

Um eine Geiselnahme zu überleben, sollte man Folgendes beachten:

  • Emotionale Kontrolle behalten, Fassung gewinnen. Dies verbessert die geistigen Fähigkeiten sowie die situative Wahrnehmungsfähigkeit. Zur Beruhigung: Die meisten Geiseln überleben eine Entführung!
  • Während eines polizeilichen Rettungsversuchs sollte man sich so lange auf den Boden legen, bis man die Anweisungen der Polizei hört.
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14 KOMMENTARE

    Kommentar
  1. 1
    Hans hat diesen Kommentar 18. August 2009 geschrieben| Permalink

    Sehr prakmatisch…

  2. Kommentar
  3. 2
    Anonymous hat diesen Kommentar 19. August 2009 geschrieben| Permalink

    Hammer. Danke!

  4. Kommentar
  5. 3
    OMGWTF hat diesen Kommentar 20. August 2009 geschrieben| Permalink

    so ein guide hat bis jetzt gefehlt.

  6. Kommentar
  7. 4
    Miri hat diesen Kommentar 21. August 2009 geschrieben| Permalink

    Wenn ich das lese, bekome ich irgendwie Beklemmungen. Wenn es wirklich soweit mal kommen sollte, wird es echt schwer sein, den Kopf zu behalten. Aber eventuell erinnert man sich ja wirklich dran. Hoffentlich brauchen wir es nie.
    🙁

  8. Kommentar
  9. 5
    Felix hat diesen Kommentar 18. September 2009 geschrieben| Permalink

    Danke, interessant. Das mit den Beinen bei Handgranaten haben wir nichtmal beim Bund gelernt.

  10. Kommentar
  11. 6
    KOM hat diesen Kommentar 16. März 2010 geschrieben| Permalink

    ich habe mal gelesen, dass sich potentielle amokläufer durch sog. direkte und indirekte leakings verraten- sie stellen die idee ins internet, erzählen freunden davon, schreiben sprüche an wc-wände, zeichnen die gewalttat oder schreiben lit. texte darüber. also nicht jeder der soetwas tut ist ein amokläufer… aber man sollte ihn intensiver wahrnehmen.

  12. Kommentar
  13. 7
    GBK hat diesen Kommentar 3. April 2012 geschrieben| Permalink

    kRASSE sCHEI?E

  14. Kommentar
  15. 8
    KULUMULLU hat diesen Kommentar 20. September 2012 geschrieben| Permalink

    Bei uns wahr heute in der schule ein vorgetäuschter amoklauf D: Meine 10jährige schwester war da ich(13 zum glück nicht.

  16. Kommentar
  17. 9
    ... hat diesen Kommentar 2. Januar 2013 geschrieben| Permalink

    http://youtu.be/1ESNae7OoyM

  18. Kommentar
  19. 10
    Luca hat diesen Kommentar 17. September 2013 geschrieben| Permalink

    Ich finde es nützlich trotzdem sollte so ein fall niemals eintreten ,weil das wär schrecklich

  20. Kommentar
  21. 11
    sepp vogt hat diesen Kommentar 6. April 2015 geschrieben| Permalink

    Ja leute die Waffen tragen sind auffällig wenn sie es selten tun ich zum bsp trage andauernd mehrrre messer zu arbeitszwecken bei mir und habe gelernt sie unauffällig zu tragen

  22. Kommentar
  23. 12
    Submiter hat diesen Kommentar 13. November 2015 geschrieben| Permalink

    Hoffentlich braucht das keiner

  24. Kommentar
  25. 13
    Submiter hat diesen Kommentar 13. November 2015 geschrieben| Permalink

    Hoffentlich muss das nie jemand benutzen

  26. Kommentar
  27. 14
    Dieter Hornemann hat diesen Kommentar 23. November 2015 geschrieben| Permalink

    Sich nicht als Geisel nehmen lassen, stattdessen den oder die Täter sofort radikal angreifen. Sonst hat man seine Chance zur erfolgreichen Gegenwehr vertan.

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